Psychotherapie der Schizophrenie

herausgegeben
von

Norman Elrod


ISBN 3-905045-29-X
Psychotherapie der Schizophrenie
Rückblick auf eine 50-jährige Arbeit als Psychoanalytiker
und Supervisor in psychiatrischen Institutionen.


herausgegeben von Norman Elrod.



Mit Beiträgen von:
Barbara Auer, Richard Avenarius, Gustav Bally, Kenower
Weimar Bash, Gaetano Benedetti, Ludwig Binswanger,
Johan Cullberg, Leslie Farber, Ernst Federn, Victor Emil
Freiherr von Gebsattel, Heinz Häfner, Kiriaki Ioannidou,
Allan Johansson, Sonja Levander, Christian Müller,
Hans Red, Barbro Sandin, Raoul Schindler, Hans
Schmutz, Georg Schwöbel, Martti Siirala, Peter Stark,
Alberta Szalita, William Willeford sowie dem Enkel und
der Tochter des Patienten Hans Zimmermann


1170 Seiten, gebunden, 22,5x15 cm
Preis: Sfr. 66.50, EU 41.-


Althea Verlag Zürich
 

 


Wir können in eine Leidenslage gelangen, aus der wir weder durch Änderung unserer Einstellung noch durch aktives Handeln herauskommen, sie ist einfach auszuhalten. Andere Leidenslagen können wir aus eigenem Entschluss und durch entsprechendes Tun aufheben.
Søren Kierkegaard zählte zu der ersten Art von Leidenslagen nicht nur äussere Katastrophen wie Überschwemmung, Feuersbrunst oder Hungersnot, sondern auch intrapsychische Konstellationen.
Die Psychotherapie gehört zu jener Form zwischenmenschlicher Tätigkeit, die anstrebt, für den Einzelnen unlösbar gewordene Probleme in lösbare umzuwandeln.
Aber selbst wenn wir Leidenslagen erfolgreich meistern und auf einen grünen Zweig kommen, können schmerzvolle Existenzweisen bleiben, die auszuhalten sind. Niemand kann wissen, wie es mit dem Verhältnis zwischen unlösbarem und lösbarem Leid beim Mitmenschen steht. Auf alle Fälle haben wir viel Leid auszuhalten.
In diesem Band wird von Menschen berichtet, die unter viel Leid zusammenbrachen. Einer dieser Menschen schien auf einen grünen Zweig zu kommen, stolperte auf dem Weg dorthin, fiel um und stand nie wieder auf. Seinem Leben sind vier Kapitel gewidmet.
Andere, z.B. eine Frau und ein Mann, gelangten zum Baum des Lebens und verteilten freigiebig kostbare Ernten, ja, die Frau ist noch heute voll dabei.
Insofern spiegelt das Bild von Edvard Munch auf dem Umschlag keine Illusionen vor. Der Herausgeber hat einige Male festgestellt, dass die Psychotherapie der Schizophrenie aus Leidenslagen herausführen kann.

Klappentext des Herausgebers


Norman Elrods Krankengeschichten schizophrener Patientinnen und Patienten und ihrer Behandlung sind immer mit grösstem Interesse zu lesen und weisen einen Weg für den klinischen Psychotherapeuten. Nun erscheint ein Buch, in dem wir nicht nur von Fällen des Herausgebers erfahren, sondern auch von anderen Personen, die ähnlich wie der Herausgeber gearbeitet haben. Die Fallstudien zeigen -- einige mit eindrücklichen Katamnesen -- verschiedenartige Versuche, psychisch schwer kranken Menschen zu helfen, eine Hilfe, die anscheinend stark mit der Persönlichkeit der Person, die die Verantwortung für die Therapie trägt, zusammenhängt. Die Arbeit kann sehr aufwendig sein und braucht meistens Zeit: Es ist klar, dass ohne einen solchen vollen Einsatz eine Behandlung der Schizophrenie mittels Psychotherapie nicht wirkt.
Von einigen Erfolgen wird berichtet. Aber wir lesen auch von Fällen mit fehlenden sozialen Besserungen, bei denen der erhoffte Erfolg ausblieb.
Falls eine solche Psychotherapie gegen Bezahlung versucht wird -- einige der hier beschriebenen Therapien liefen unentgeltlich -- fehlt dem Kostenträger meistens das Wissen und vor allem das Verständnis für die Anforderungen dieser fortschrittlichen Psychiatrie. Der Herausgeber möchte diesem Mangel an Wissen und Verständnis abhelfen und hat einige Schriften ins Buch aufgenommen, die Einsicht in die Theorie der Therapie, die Verläufe von Therapien und die Weltanschauungen der Berufstätigen auf diesem Gebiet vermitteln.
Auch wenn dieses Buch aus verschiedenen Gründen die Fachleute in der Psychiatrie nicht anregen wird, den Weg einzuschlagen, den die Männer und die Frau, die im Text berichten, gegangen sind, bleibt der Text ein Zeugnis menschlicher Begegnungen von Gesunden und Kranken, die auf einander zugehen, wobei mehr als einmal beide aus der Arbeit einen Gewinn haben.

Vorwort von Ernst Federn

 

Psychotherapie der Schizophrenie

Rückblick auf eine 50-jährige Arbeit als Psychoanalytiker
und Supervisor in psychiatrischen Institutionen.


herausgegeben von
Norman Elrod

INHALT

IM BURGHÖLZLI UND IN DER FRIEDMATT
1951 - 1957
1957 - 1959

Dieser Anfang war nicht schwer

Eine gelungene Psychotherapie,
die sich durch Einsatz und Glück auszeichnete

Eine unterbrochene Psychotherapie,
die mit Tränen endete


IM SANATORIUM BELLEVUE
1960 - 1968

Eine misslungene Psychotherapie,
die anfangs Besserung zeigte, später aber nicht mehr

Eine Psychotherapie, die nach Hause führte


IM BURGHÖLZLI, IN DER FRIEDMATT UND IM SANATORIUM BELLEVUE
1951 - 1957
1957 - 1959
1960 - 1968

Reflexionen über die Psychotherapie der Schizophrenie


WEITERES IN EUROPA UND IN DEN USA

Zwölf zusätzliche Schriften
zum Verständnis der Psychotherapie der Schizophrenie

 

Althea Verlag Zürich